Schmalspurherbst mit Farrail.net (Bernd Seiler)
Nach 18 Jahren war ich wieder dem Ruf der Polnischen Schmalspurbahnen gefolgt und bin das erste Mal per Bahn nach Gdansk gefahren um mich dort der Reisegruppe der kleinen Firma Farrail anzuschließen. Der Veranstalter Bernd Seiler war mir ja bereits aus unserer gemeinsamen Rumänientrabbitour bestens bekannt und in den letzten Jahren verfolgte ich aktiv das Geschehen um sein kleines Reisebüro speziell nur für Eisenbahnfreunde.
Tag 1 Zulawska KD
Los ging es dieses Mal von Nowy Dwor Gdsk. (links ein Bild mit der Px48-1784 im Jahr 1992, rechts im Jahr 2010)

Das letzte Mal war ich im Sommer 1992 dort gewesen als die Px48.1784 ihre letzten Fahrten vor der Teistillegung des Südabschnittes dort machte. Dieses Mal wollte ich nicht wieder fast 12Stunden Autofahrt dorthin verbringen und testete daher die annehmbare Zugverbindung über Szeczyn. Ich war sehr überrascht über die Pünktlichkeit der PKP. Weniger pünktlich war dagen der bestellte Busshuttle ins Hotel mit ca.90min Verpätung. Nunja das kennen wir ja ansonsten eher von der DB-Rustikal ...

Los ging es diesmal nach Norden mit der gerade frisch hauptuntersuchten Px48-1719 in Richtung der Küstenbahn. Ein Privatmann hat die Lok vor kurzrn gerade aufarbeiten lassen und sie der Touristenbahn zur Verfügung gestellt. Die Lok fährt daher in den Sommermonaten dort mit offenen Aussichtswagen oder Triebwagenbeiwagen einen beliebten Touristikverkehr hauptsächlich zwischen den Badeorten entlang der Küste.

Getreu dem Motto von Bernd Seiler wurde jedoch ein reiner Güterzug arangiert, wobei man in den beiden gedeckten Güterwagen auf zahlreichen Stühlen und Bänken Platz nehmen konnte. Ansonsten konnte, wer wollte die Sitzgelegenheiten auf den Bremserbühnen aufsuchen, was jedoch aufgrund des stürmischen nasskalten Herbstwetters verständlicher Weise nicht genutzt wurde. Die angenehme Reise in den beheizten Güterwagen war jedoch dank gastronomischer Pausenversorgung durch den Veranstalter gesichert worden. Nachteilig war jedoch, dass die Objektive bei den Unmengen konsumierter heisser Getränke immer wieder beschlugen und daher nur dieses eine Bild auf die illustre Runde um den Veranstalter und unserer Dolmetcherin Monika möglich war.

Höhepunkt des ersten Tages war jedoch die Drehbrücke bei Rybina, die für jede Zugfahrt extra geschlossen wird. Von dort aus ging es bei der Rückfahrt nach Sonnenuntergang per Bustransfer nach Gnezno.
Tag 2 Gnieznienska Kolej Waskotorowa

Am nächsten Morgen stand die Güterzugbereisung der Gnesener Schmalspurbahn an. Auch hier möchte ich mit meinen Erinnerungen an das Einsatzjahr 1991 beginnen, wo diese Bahn noch halbwegs regelmäßig im Güterzugdienst noch bis Witkowo fuhr. Seltener waren zu dieser Zeit schon die Fahrten nach Anastazewo und darüber hinaus zum Koniner Netz.
Im Gegensatz zu 1991 haben sich die Gleise in Gnesno dramatisch gelichtet und die damals haufenweise herunstehenden Güterwagen sucht man heute teilweise vergebens. Auch das im Hintergrund stehende Regelspurdepot ist mittlerweile verwaist.

Auch der Bahnhof Nichanowo ist inzwischen seiner zahlreichen Abstellgleise beraubt worden. Nur noch ein Duchfahrtsgleis ist heute noch verblieben. Bei meinem Besuch im August 1991 wurde dort teilweisen noch heftig rangiert.

Eines der schönsten Fotomotive entlang dieser Strecke ist das kleine Dörfchen Miroszka. Etwas abseits der großen Straßen hat sich in diesem Ort noch viel von dem Charme alten Zeiten erhalten können. Beonders prägend für dieses Land sind die vielen Kreuze an den Straßen. (Oben 1991, unten 2010)

Tag 3 Sredzka KD
Der nächste Tag auf der Schmalspurbahn Sroda-Zanimysl begann bereits vor Sonnenaufgang. In aller Frühe wurde dazu unser Güterzug für den Vormittag zusammenrangiert. Wie üblich verweigerte dabei die Lichtmaschine ihren Dienst...

Aufgrund von Serverproblemen kann ich derzeit für diese Seite keine weiteren Fotos aufspielen, also es dauert wieder etwas mit dem Teil 3